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CL Gruppe 5. Spieltag
Mittwoch, 02.12.2020, 18:55 Uhr
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DAS NEUE TALENTEKONZEPT – VER-LEI(H)-PZIG

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Leipzig - (29.08.2020) Nach wie vor hat kein Spieler aus der Nachwuchsschmiede am Cottaweg den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Der Schritt von der U19 zum deutschen Top4-Klub war und ist zu groß. Der Übergang soll nun über Leihen erleichtert werden.

Unweit des Strandes steht die Versluys-Arena. Das ca. 8.000 Zuschauer fassende Stadion ist Heimspielstätte des belgischen Erstligavereins KV Ostende. Die Schnittpunkte zwischen Ostende und Leipzig? Null bis zum 07.06.2020. An diesem Tag wurde Alexander Blessin als neuer Cheftrainer vorgestellt. Der Trainer, der in Leipzig seit Sommer 2012 diverse Positionen bekleidete und die letzten zwei Saisons als hauptamtlicher U19-Trainer arbeitete, ist nicht der einzige Ex-Leipziger im Nordseebad.

Mit nach Ostende wechselte Frederik Jäkel. Der Innenverteidiger, Jahrgang 2001, ist den U19-Junioren entwachsen und soll sich seine ersten Sporen im Profifußball fernab der Heimat verdienen.

Die bisherige Karriere des gebürtigen Dommitzschers Jäkel ist so etwas wie die Blaupause für die Nachwuchsentwicklung bei RB Leipzig. Frühe Bindung an den Verein, Lokalkolorit, DFB-U-Nationalspieler, regelmäßiges Training bei den Profis, Kadernominierung im Heim-Rückspiel gegen Bayer Leverkusen, Fritz-Walter-Medaille in Bronze. Nächstes Ziel: Regelmäßige Einsätze im Männer-Profifußball.

Damit die Entwicklung nicht ins Stocken gerät, braucht Jäkel Spielpraxis. Die soll er nun in der ersten belgischen Liga sammeln, um nach den zwei Jahren im Idealfall in Leipzig eine echte Option für die erste Elf zu sein.

 

Jäkel (links) und Krauß (rechts) noch in Leipzig mit Kapitän Orban.

 

Ortswechsel zurück nach Deutschland.

In Nürnberg soll Robert Klauß den fast in Liga drei abgestiegenen Traditionsclub wieder in ruhigere (Bundesliga)fahrwasser steuern. Der Ur-RBLer (Ex-Spieler, U-/Co-Trainer) startet in seine erste Saison als Cheftrainer im Profifußball.

Ebenfalls in Nürnberg gelandet ist Tom Krauß. Seine Karriere ähnelt der von Jäkel seit 2011 im Verein, DFB-U-Nationalspieler, fester Bestandteil des Trainingsteams der ersten Mannschaft, erste Bundesligaminuten im letzten Saisonspiel gegen Augsburg.

Nun der mindestens zweijährige Ortswechsel nach Nürnberg in die zweite Bundesliga.

Die Leihen von Jäkel und Krauß sind Ergebnisse einer Anpassung der Nachwuchsentwicklung, die in Leipzig vor allem im Übergang von U19 zur ersten Mannschaft nicht funktioniert hat. Zu groß ist der Leistungssprung innerhalb einer Sommerpause von dreigeteilter Juniorenbundesliga zur Top4-Elite in der Bundesliga. Lediglich die beiden französischen Toptalente Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté konnten als U19-Spielberechtigte schon Einsätze in der ersten Herrenmannschaft vorweisen vor allem wegen ihrer enormen körperlichen Vorteile im Vergleich zu ihren Altersgenossen.

Das Umdenken in Richtung Leihen ist vor allem auf zwei Sachverhalte zurückzuführen:

1) Es fehlt ein Zwischenschritt in Form einer zweiten Mannschaft auf dem Niveau der dritten Liga. Die Mannschaft wurde, in der Regionalliga spielend, zur Saison 2017/18 abgemeldet. Das Fehlen eines drittligatauglichen Stadions inkl. Anforderungen für Fantrennung, hohe Mannschaftskosten und ein attestiertes schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis führten zu dieser Entscheidung.

2) Die Entwicklung von Ex-Spielern, wie Ermedin Demirovic und Julian Chabot. Beide (Jahrgang 1998) wechselten im Sommer 2014 aus Hamburg bzw. Frankfurt in die Leipziger U17. Nach drei Jahren im Nachwuchs gab es bedingt durch die Abmeldung der zweiten Mannschaft keine Entwicklungsperspektive. Demirovic wechselte zur zweiten Mannschaft von Deportivo Alaves. Nach zwei Leihen nach Sochaux (Frankreich, 2.Liga) und Almeria (Spanien, 2.Liga) , schaffte er den endgültigen Durchbruch bei seiner dritten Leihstation in St. Gallen. In 28 Spielen gelangen dem Stürmer 14 Tore. Der SC Freiburg wurde auf ihn aufmerksam und verpflichtete ihn zur neuen Saison fest für 3,5 Mio. Euro. Nach drei Jahren werden sich die Wege von Demirovic und RB Leipzig also wieder kreuzen.

Auch Julian Chabot verließ Deutschland er allerdings in Richtung Sparta Rotterdam (Niederlande, 1.Liga). Nach der ersten Saison, in der er sogleich Stammspieler wurde, wechselte er ligaintern für 1,2 Mio. Euro nach Groningen. Auch hier war er Stammspieler und verließ den Verein gegen eine Ablöse von 3,5 Mio. Euro in Richtung des italienischen Serie A-Klubs Sampdoria Genua. Mit acht Einsätzen, davon fünf über die volle Distanz, hat er sich in der neuen Heimat noch nicht vollends durchsetzen können.

Demirovic und Chabot eint indes, dass sie sich nach drei Jahren im Herrenfußball auf Bundesliganiveau entwickelt haben eine Entwicklung, welche die Verantwortlichen von RB Leipzig genau beobachtet haben.

Aufgrund der Erfahrungen dieser Entwicklungsdauer sind die Leihen von Jäkel und Krauß auf mindestens zwei Jahre angelegt. Geringere Leistungsdifferenzen in kleineren Ligen, fernab des Rampenlichts, unter der Anweisung von Trainer-Weggefährten. Dieses Leihkonzept hat sehr viel stimmiges und birgt doch Gefahren. Zum einen weil Trainer die am einfachsten und ehesten auszuwechselnden Komponenten im Maschinenraum des Profifußballs sind, zum anderen weil RB Leipzig keinen direkten Einfluss auf Einsatzzeiten bei den Leihvereinen hat. Ein Wechsel des Vereins ist jeweils nur zur Halbserie möglich.

Zwei andere hoch veranlagte Spieler des Jahrgangs 2001 und U19-Mannschaftskollegen von Jäkel und Krauß verlassen Leipzig ohne Rückkehrperspektive: Noah Jean Holm wechselt zu Vitoria Guimaraes in die erste portugiesische Liga und wird Teamkollege von Ex-RBler Elias Abouchbaka. Mads Bidstrup wechselt zur zweiten Mannschaft des FC Brentford nach England. Beide sind ablösefrei.

Norweger Holm wechselte im Sommer 2017 für 550.000 Euro nach Leipzig. Der Däne Bidstrup fand ein halbes Jahr später, im Januar 2018, den Weg von Kopenhagen nach Leipzig für stolze 2,0 Mio. Euro Ablöse. Mit Ablöse und monatlichem Gehalt, welches im fünfstelligen Bereich liegen dürfte, ein großes Verlustgeschäft für RB Leipzig und ein Umstand den Oliver Mintzlaff nicht gefallen wird.

Und deshalb wird auch in der U19 ein Leihgeschäft vorgenommen:

Der englische Linksverteidiger Matthew Bondswell (Jahrgang 2002, seit Sommer 2018 im Verein) soll, obwohl noch in der U19 spielberechtigt, Spielpraxis beim niederländischen Zweitligisten FC Dordrecht sammeln. Dieses Leihgeschäft ist auf ein Jahr begrenzt, man wird sehen, ob er dann schon eine Alternative für Leipzigs erste Mannschaft ist. Zumindest hat er in Dordrecht die Möglichkeit sich ins Schaufenster zu stellen und RB Leipzig einen finanziellen Vorteil zu schaffen.

Ähnlich gelagert ist der Fall bei Malik Talabidi. Der 19-jährige Innenverteidiger kickte seit Anfang 2016 bei den Rasenballern und wechselt nun fix in die Schweiz zum FC Wil. Auch er wurde in Leipzig zum deutschen Nachwuchsnationalspieler. Für ihn sicherte sich RBL allerdings eine Rückkaufoption.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Leihgeschäfte in Leipzig nichts Neues sind. In den Saisons vom Übergang von dritter zu zweiter Liga 2014/15, sowie von zweiter zu erster Liga 2016/17 und 2017/18 gab es eine "Armee" von Leihspielern. Diese ließen sich in folgende Kategorien einstufen:

Fehlende Qualität erfahrener Spieler durch schnelle Ligenwechsel (2014/15: Andre Luge, Matthias Morys, Mikka Sumusalo; 2016-2018: Omer Damari, Anthony Jung)

RB-interne-Leihgeschäfte zwischen Leipzig und Salzburg (2014/15: Marcel Sabitzer, Massimo Bruno, Fabian Bredlow, Smail Prevljak)

 

Derzeit noch bei Galatasaray: Saracchi.

 

Fehlende Qualität/Anpassungsschwierigkeiten von ausländischen Talenten (2016-2018: Atinc Nukan, Massimo Bruno, Zsolt Kalmar; 2019/20: Marcelo Saracchi, Luan Candido)

Die jetzt getätigten Leihen eröffnen neue Möglichkeiten Leihen die mit viel Verstand und mit der Chance aus den gelernten Erfahrungen eigene Vorteile zu ziehen in Form von Spielern für die erste Mannschaft in zwei-drei Jahren oder dem Erzielen von Ablösesummen.

Aktuelle Leihspieler

Matthew Bondswell (2002) FC Dordrecht, 2.Liga Niederlande

Tom Krauß (2001) 1.FC Nürnberg, 2. Bundesliga Deutschland

Frederik Jäkel (2001) Ostende, 1.Liga Belgien

Marcelo Saracchi (1998) Galatasaray Istanbul, 1.Liga Türkei

Luan Candido (2001) RB Bragantino, 1.Liga Brasilien


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