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MEIN POKALWOCHENENDE – EIN REISEBERICHT

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Berlin - (30.05.2022) Eine Woche ist das Pokalfinale her. Zusammen mit der Feier am Tag danach die beiden vielleicht schönsten Fußballtage vieler RB-Fans. aus_le hat mal seinen Reisebericht vom Finale in Berlin aufgeschrieben!

Dieses unfassbare Wochenende wäre nie passiert, wenn im Halbfinale Emil Forsberg nicht wie aus dem nix in der Nachspielzeit zum 2:1 gegen Union einköpfte. Aber nun war es geschehen und der einzig wahre Rasenballsport stand wieder im Finale im Olympiastadion zu Berlin. Diesmal gegen den Sportclub aus Freiburg.

Nun ging es in die Organisation, wie man nun das Finale plant bzw an Tickets kommt. Mein Kopf und vor allen das Herz schlug jeden Tag schneller. Vor allen als ich das missverständliche Formular vom Verein sah. Soll ich jetzt 150 Euros anklicken und alles andere? Irgendwie traute ich dem Frieden nicht, wie ich dieses Formular nun so ausfüllen soll, das ich die höchste Wahrscheinlichkeit eines Tickets bekam. Aber es fügte sich zum Besten. Nun noch die Frage nach der Fahrt oder ggf . Übernachtung in BÄRlin. Und wieder fügte es sich. In der berühmten Tante Rosi gab es im Biergarten ein Interview zwischen Uli Krömer und dem Fanverband über Fanthemen. Da ich zufällig dabei war, lauschte ich dem langen Gespräch und brachte mich auch ein und am Ende war der Sonderzug zum Pokalspiel ein Thema, ebenso wie die Choreo dafür und ich konnte mich erfolgreich bewerben.

Also Ticket und Zugfahrt gebucht, inkl. weißen Fan-Merch von der BrauseCrew Berlin oder MeinRasenballsport gekauft. Echt toll, wie kreativ einige Fans wurden. Jetzt nur nicht verschlafen! Müde aber gut gelaunt war ich trotzdem am Samstagmorgen einer der letzten Fans am Hauptbahnhof beim Einchecken, aber alles ging schnell und problemlos. Danke hier an Thomas vom Fanverband, der meinte, "Ja, den kenn ich, der kommt immer zu spät!" Wir lachten laut und ich bekam mein Bändchen wie so ein VIP. 

 

VIR - Very Important Rasenballsportfan.

 

Und schon fuhr der Sonderzug pünktlich kurz nach 9 ab Leipzig los. Im Zug war gute Stimmung, alle aber auch aufgeregt, was uns sportlich erwartet. Schnelles Tor, komische VAR-Entscheidungen, rote Karte, gar Elfmeterschießen wurden durchgespielt, hach ja, alles sollte zutreffen, Experten halt. Aber der Zug rollte weiter Richtung Berlin. Immer wenn man dachte, man ist gleich da, dann machte der Zug einen großen Schlenker und fuhr einen großen Bogen Richtung Berlin Spandau. Und dann ein wenig Staunen bei mir als ich sah wie Fans vom Oberdeck runterkamen und ihre leeren Bierbüchsen ordnungsgemäß entsorgten. Neue Fankultur halt.

 

Berlin, Berlin ... wir sind schon in Berlin!

 

Im Gegensatz zu meinen letzten Sonderzug mit RBL Teilnahme (BVB) war diesmal sehr viel Polizei anwesend, aber eben diesmal völlig überflüssig, weil alles friedlich ablief. Also liefen wir los Richtung Fanfest und wieder gab es ein kleines AHA-Erlebnis, den die Polizei so noch nicht kannte. Die Fans vom Sonderzug wollten ja zum Fanfest und es war kein Fanmarsch im dem Sinne, eher so Sightseeing und im öffentlichen Bereich der Stadt Berlin und als es an der Fußgängerampel rot wurde, was machten die RBL-Fans – sie blieben natürlich stehen!!! Und die Polizei kam vom Glauben ab und lief auf die Straße sperrte sie ab und ließ uns bei Rot gewähren, lustige Szenen.

 

Bulli und der Clownswagen.

 

So kamen wir natürlich "viel zu schnell" auf das Fanfest, sprich gegen 12:30 (offizielle Eröffnung 14:00 Uhr), aber dort wurde wohl schnell reagiert und die Zapfhähne sowie die Holzkohle wurden schnell gezündet. Solche öffentliche Treffen meide ich in der Regel, weil sie öfters zu überplant sind, aber hier war es richtig gut organisiert und für jeden was dabei. Dazu habe ich so viele tolle Menschen meiner Twitter-Timeline (wieder) getroffen (auch Tim Thoelke), was wirklich sehr schön war. Viele intensive Gespräche, vor allem wurden die Tore von der Saison gezeigt und da gab es viel zu besprechen, viel Wurst und vor allem Leipziger Stadionbier, das machte es alles rund und war nach der Zugfahrt ein weiterer guter Baustein für diesen Tag.

 

Das Fanfest war gut organisiert.

 

Trotzdem tickte die Uhr. Sprich, der nächste Treff am Biergarten vor dem Olympiastadion war ein wichtiger Termin, aber es fügte sich wieder, das wir zur besten Zeit losgingen (natürlich mit Wegbier) und wie schon beim ersten Mal gegen die Bayern vor 4 Jahren gut gelaunt am Biergarten ankamen, es hat schon was von Tradition. Kurioserweise waren viele Plätze von Fans aus Freiburg besetzt, aber man kam sehr schnell in ein gutes Gespräch und der Wettergott wollte es, dass eine Regendusche kam und alle Fans (RBL+SCF) eng unter den Regeschirmen kuschelten. 

 

In den Farben getrennt – unter den Schirmen vereint.

 

Gut gestärkt rappelten wir uns gegen so 17:30 auf, um ins Olympiastadion zu gelangen. Was für ein irrer Schlangenlauf vor dem Eingang. Eher Betrunken vor Glück kamen wir an den Drehkreuzen an und standen vor dem großen Stadion. Da meine Mitbegleiter unterschiedliche Plätze im weiten Rund hatten, verabschiedeten wir uns und wünschten noch Glück und ich suchte meinen offiziellen Platz. Wow, was für ein Blick, ich war schon ein paar Mal in Berlin, Oberrang oder im Finale gegen B. am Marathontor oberhalb, aber nun so nah am "Feld", das war neu und großartig zugleich. 

 

Ein Platz ideal, um einen Pokalsieg zu feiern.

 

Aber noch war genügend Zeit bis zum Anpfiff, also nochmals raus und die letzten Sonnenstrahlen bei Bier und Bulette genießen und gedankenverloren darüber sinnieren was alles sportlich passieren kann. Bitte kein Rückstand gegen Freiburg, kein VAR-Kram und Entscheidung nach 90 Minuten. Es sollte ja aber anders kommen. Drama, Baby Drama.

 

Atmosphäre aufsaugen.

 

Noch schnell ein Getränk zum Platz mitnehmen und dann diese einmalige Pokalstimmung aufsaugen. Es ist wirklich kein normales Spiel so ein Pokalfinale mit dem ganzen Drum und Dran. Also los geht es mit der Aufstellung von Tim, die Hymne vom Verein und dann das Einlaufen der Spieler unterhalb vom Marathontor, dazu die Choreo. Meine rote Plane war schon vergriffen, aber trotzdem konnte ich nix erkennen. 

 

Hände und Folien hoch für das große Ziel.

 

Einmal noch tief durchatmen und der Anpfiff ertönt. Support funktioniert hier Bestens, ist schon was anderes als vor 4 Jahren oben am Marathontor, wo es sehr schwer fiel den Capos zu folgen. Dennoch machte ich nur das mit, was links und rechts von mir gesungen wurde, weil es einfach viel zu laut war. Handspiel, Tor, VAR, 0:1. Was für ein Mist. Das was ich im Stadion sah oder eher nicht sah, hoffte ich sehr, dass das Tor zurückgenommen wurde. Aber es tat sich nichts. Sinnlos. 0 Bock bei so einen wichtigen Spiel noch auf Twitter nachzuschauen, ob alles richtig war, aber so richtig schlau war ich in dem Moment nicht. Egal, "Auf geht’s Leipziger Jungs!", das darf uns nicht aufhalten, aber wird nun verdammt schwer. Was ich auf dem Platz sehe, ist, dass die Jungs sich richtig reinhängen, aber diesen Freiburger Riegel noch nicht knacken können. 

 

Halbzeit, die übliche Stadionrunde steht an, läuft natürlich alles anders als im Wohnzimmer in Leipzig. Von allen Seiten nimmt man wahr, dass Stegemann uns verpfiffen hat, egal, es steht wie es steht. Und ja, man muss überall hier stehen. Bestens versorgt und immer noch optimistisch geht es nun in die nächsten 45. Minuten. Ein hin und her auf dem Rasen und als ich den Zweikampf zwischen Simakan und Schlotterbeck im Strafraum sah und Freiburg den Ball rausschlug, dachte ich mir, Yeah, die Szene wird gleich überprüft und ich kann noch schnell ein Bier holen.

 

Und dann der Clou. Als ich zurück auf mein Platz kam, sah ich nur einen Freistoß von Freiburg und hatte 0 Ahnung, dass wir mit Halstenberg rot bekamen. Ich habe dies wirklich nicht mitbekommen und wunderte mich warum das Spiel ab der 57. Minute so anders war. Taktik war mir in diesen Minuten egal. Ich sah in dem Moment ein Spiel 11 gegen 11 und dies war es eben ja nicht. (Erst im Zug so gegen 02:30 erfuhr ich, das wir in Unterzahl waren) Im Block wurde es jedoch immer lauter und auch das Team spielte besser und drückte auf den Ausgleich, der dann auch kam. Verrückt, das im Nachhinein betrachtet, die 3 Besten Spieler der Saison am 1:1 beteiligt waren. Laimer, Orban, Nkunku – Tor, Ausgleich, Ekstase im Block, Bierdusche inklusive. 

 

Nun geht es auf den Sieg in den letzten Minuten denke ich mir, denn das Momentum war auf unserer Seite und kurz vor Schluss hatte Olmo sie. Aber Aus und Vorbei und Verlängerung. Durchatmen, Fans und Spieler. Die Jungs bekommen ihre Ansprache und Vitamine auf dem Rasen, die Fans auf den Rängen auch. Als ich mir Biernachschub besorgte, kam ich nicht mehr auf meinen alten Platz, aber fand einen viel besseren mit bekannten Leuten. Die Stimmung war ausgelassen und wir feuerten das Team mehr und mehr an, auch weil in der Verlängerung Freiburg das bessere Team war und ich das Elfmeterschießen schon vor meinen Auge sah. Und dann lag Olmo auf dem Rasen und auf der Anzeigetafel sah ich VAR und ich schrie meine Freude raus, nur um dann kurze Zeit später den Eckball zu sehen. Was zur Hölle ist hier los?! 

 

Wieder Abpfiff, das Elfmeterschießen soll die Entscheidung bringen wer diesen Pokal am Ende in die Höhe halten soll. Meine Nerven waren am Ende. Ich gehe unsere Schützen durch, Silva und Forsberg draußen, gut wie schlecht. Kann Gulácsi Elfmeter? Und hoffentlich fangen wird an und auf unserer Seite! Ich muss mich hinsetzen und die Augen schließen, ein Bierschluck und tief durchatmen. Als Nkunku traf, blieb ich weiter sitzen und nur die linke Faust ballte sich. Als kurze Zeit später Günther drüber schoss, ballte sich die Faust noch mehr, aber ich blieb weiter sitzen. Olmo traf so wie ich Elfmeter sehen will, ohne Chance für den Torwart und ab dem Moment hatte ich ein sehr gutes Gefühl das wir den Pokal holen. 

Und dann der Moment.

Ex RBLer Demirovic tritt an, Latte, Aus und Vorbei. Jubel, noch mehr Ekstase, noch mehr Bierdusche.

 

Der einzig wahre Rasenballsport ist nun Deutscher Pokalsieger 2022.

Unfassbar.

Unreal.

Nicht greifbar.

 

Geschafft aber gewonnen!

 


Wir lagen uns in den Armen, erschöpft, kraftlos, freudentrunken. Denken aber auch an Lotte dabei, danken allen im Geiste, die uns zu diesen Titel geführt haben. Eigentlich ist nun Feiern angesagt, aber schnell wurde allen klar, dass es ein medizinischer Notfall an der Seitenlinie gab. Hier gibt es nun wichtigeres als den Fußball und wir alle im Stadion schweigen nun, in der Hoffnung, dass es der Person besser geht. Als dann der Stadionsprecher bekannt gab, dass die Person stabilisiert wurde, war die Freude in beiden Fanlagern groß. Dann die emotionale Pokalübergabe, Emil, Willi, Yussi und Co. mit dem Pott, Emotionen pur!

 

Party mit Pott und Team.

 

Dumm nur, dass irgendwann der Sonderzug Richtung Leipzig fuhr und jener eben nicht warten darf, also musste ich irgendwann los, aber konnte die Leipziger Jungs inkl. Pokal noch aus der Nähe sehen. Trotz des langen Tages war die Zugfahrt sehr launig und es ging eher hoch her. Und eben da erfuhr ich von der roten Karte von Halstenberg und ich staunte nun umso mehr. Deutscher Pokalsieger 2022, nach Rückstand und in Unterzahl. Yeah!

 

So gegen 03:20 kam der Zug in der Pokalsiegerstadt an und es wurde am Gleis nochmal richtig laut. Ein schönes Gefühl, aber am Ende wollte ich nur schnell das Pokalbett sehen. (Dass auch hier früh am Morgen die Fans ihren Abfall recycelten muss ich nicht erwähnen, verrückt, aber gut)

 

Nach dem Schlaf ist vor der Pokalfeier.

 

Am nächsten Morgen aufgewacht, Kaffee angesetzt und sehe mich immer noch im Pokalsieger T-Shirt. Und die Bilder aus Berlin. Fu**, wir haben wirklich den DFB-Pokal gewonnen?! Zur Sicherheit nochmals Twitter angeschaltet und da die Bestätigung bekommen inklusive der Information, dass es auf dem Markt und der Festwiese eine Feier mit der Mannschaft gibt. Also aufs Rad geschwungen und die Runde tat auch gut für den Muskelkater. Es war wirklich nett auf der Festwiese und ich habe auch ein paar Freunde getroffen, aber am Ende ist mir dies ein wenig zu viel aufgesetzt. Ich für mein Teil wollte es eher persönlich. Sprich, am Cottaweg den kleinen großen Geist vom Pokalsieg dort fühlen. 

 

Ausflug zum Cottaweg.

 


Aber auf einmal kam der Bus von RB Leipzig, 3 Stück an der Zahl, ein wenig winken und dann dachte ich mir, dass war es. Aber falsch gedacht. Der dritte Bus fuhr nicht auf das Gelände rein, sondern hielt vor der Geschäftsstelle und aus Neugier bin ich die paar Meter hin und vertrieb mir meine Zeit. Nochmals auf Twitter nachgeschaut was auf der Festwiese noch ablief und auf einmal kamen die Pokalhelden der Akademie raus. Erst Silva, Szoboszlai, Laimer, dann Forsberg, Olmo, Gvardiol und noch mehr Spieler. 

 

Pokalsiegerselfies und Unterschriften.

 

Yeah! Viele gute Wünsche mitgegeben (Ein Selfieknipser bin ich nicht) und natürlich gratuliert inklusive ein kleiner Small Talk mit Josko Gvardiol, aber dann kam Uli Wolter auch vorbei und was hatte er dabei, Ja den goldenen DFB-Pokal in der Hand. Irre. Nachdem ich für ein Pärchen ein Foto machte, fragte ich ihn, wo denn die Gravur von RB Leipzig steht und dann zeigte er mir die Stelle und ich durfte diesen heiligen Gral anfassen. Juchhu! Was für ein fantastischer Abschluss dieses Wochenendes!

 

Deutscher Pokalsieger 2022 Rasenballsport Leipzig

 

(Danken möchte ich all den ganz vielen Menschen die dieses Erlebnis möglich gemacht haben, vor allen dem Fanverband! Was die Jungs und Mädels da im Hintergrund leisten ist nicht bezahlbar. (Wenn ihr mal jemand von ihnen begegnet, sagt Danke und gebt ihnen ein Bier aus oder zwei.)

aus_le


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