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Es gibt bessere Leistungen, da sind wir ehrlich!
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Es gibt bessere Leistungen, da sind wir ehrlich!

Es gibt bessere Leistungen, da sind wir ehrlich!

Leipzig geht die Puste aus! Das Matchglück scheint aufgebraucht. Auch gegen Gladbach hatte RBL weniger Topchancen als der Gegner. Am Ende stand eine durchaus verdiente Niederlage, eine erneut indiskutable erste Hälfte und damit der Verlust des Champions League Platzes!

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Die Freiburger Kletten kleben an Leipzig als gäbe es kein Morgen. Durch den Sieg gegen die TSG war die Streich-Elf an Leipzig vorbeigezogen. Zugzwang für Tedesco und die Rasenballer, die sich eigentlich keine Ausrutscher mehr erlauben durften. Die Hausherren hatten derweil weder nach unten etwas zu befürchten noch nach oben etwas zu gewinnen.

Weniger Rotation war daher angesagt – nur noch drei Wochen und da gilt nun auf die Zähne beißen und durch. Tedesco entschied sich für eine Elf nah an der Idealbesetzung. Silva und Mukiele die einzigen, deren Stammplatz ggf. in Frage zu stellen wäre. Aber große Unterschiede zu Szoboszlai und Henrichs gibt es da nicht. Hütter ließ Topangreifer Pléa zu Beginn draußen.

 

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Dreisatz des Spiels

Stell dir vor du hast noch maximal sechs Spiele und die Möglichkeit drei Saisonziele (direkte CL Quali, Pokalsieg und EL-Sieg) zu erreichen und wirst von Spiel zu Spiel schlechter. So ergeht es gerade unseren Rasenballern. Die erste Halbzeit wird momentan grundsätzlich verpennt und dann reicht die zweite Halbzeit nicht immer, um die Tore und Punkte einzufahren. Gladbach konterte gegen ein defensiv nicht gut sortiertes Leipzig dreimal eiskalt und siegte am Ende verdient mit 3:1!

 

Silva vergab die beste Chance zum Ausgleich.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Silva: Den Kopfball in der 55. Muss er machen, dann kippt das Spiel vielleicht. Ihn rauszunehmen war dennoch ein Fehler, weil seine Qualitäten in der Ballverteilung verloren gingen. Poulsen dann deutlich schlechter. Gute Vorarbeit zum 1:1, zu ungenauer Kopfball dann in Halbzeit 2, denn Angel hatte die Flanke sehr präzise geschlagen.

Angeliño: Wie geschrieben eine gute Flanke auf Silva dazu mit ca. 1/3 angekommener Flanken und langen Bällen für seine Verhältnisse schon fast effizient. Hatte die meisten Keypässe bei RBL aber auch die meisten Ballverluste.

Halstenberg: An einem Tag, an dem bei den eigentlich zurecht hochgelobten Defensivsommerneuzugängen Simakan und Gvardiol quasi nichts zusammenlief, kam Halste als Stabilitätsanker ins Spiel und lieferte eine solide Leistung ab. Ballgewinn, gute Zweikampfquote und Einleitung des zwischenzeitlichen Ausgleiches inklusive. Aber beim 2:1 vor der Pause im Zentrum nicht ganz auf der Höhe. Dass Halste der beste Leipziger dribbler war, sagt indes schon einiges über die Leistung der Offensivspezialisten.

 

Leipzig oft nicht griffig genug.

 

Luft nach oben

Olmo: zuletzt schon geschrieben, aber was Olmo derzeit anbietet ist einfach zu wenig. Ein paar gute Momente und wenig Zählbares. Unverständlich warum er weiterspielen durfte und Silva – gerade in Überzahl – gehen musste. Für Olmos gehobene Ansprüche – immerhin sieht er sich in nicht all zu ferner Zukunft bei einem spanischen Topklub, ist das in den letzten Wochen deutlich zu wenig. Problem ist: Auch Szoboszlai und Forsberg mischen aktuell nicht gerade die Liga auf.

Laimer: Wild, wilder … Laimer. Der Österreicher heute irgendwie komplett kopflos. Pech vor dem 1:0, aber erst setzt sich auch erst spät in Bewegung. Viele Fouls, oft zu spät und damit eine schlimme Zweikampfquote von 18% (aufgerundet!), drittschlechteste Passquote, zweimeiste Ballverluste. Da Kampl auch nur marginal besser war (wurde am häufigsten überdribbelt), bekommst du mit so einem ZM dann natürlich selbst vom Tabellenelften die Quittung.

Simakan: Ganz knapp vor Gvardiol, der sich ja beinahe eine frühe Ampelkarte abholt hätte aber Simakans 0% Zweikampfquote reist es im negativen Sinne raus.

 

Kategorie schlecht gealtert

Da scheinen einige Kicker in Mathe nicht aufgepasst zu haben.

 

Tweet des Spiels

Hart aber fair...

 

Champagner statt Bier – die Fans

Kaum mitgereiste Fans, aber was will man an einem Montagabend und über 500km Entfernung auch erwarten. Da lässt sich natürlich aus der 11 Freunde Einseitigkeitsecke leicht stänkern, dass in Mönchengladbach aber auch fast 20.000 Heimplätze leer blieben, ist natürlich egal. Auch nach Glasgow werden sicherlich nicht die Masse an Fans reisen. Wobei selbst die reisefreudigen Schotten nicht ganz so zahlreich in Leipzig erschienen sind.

 

Warum war das Stadion eigentlich nur zu 70% gefüllt?

 

Pfeife des Spiels

Vier Bundesligaspiele, vier Siege unter der Leitung von Feuerzeug-Schiedsrichter Petersen. Einzig Zorniger verlor einst sein erstes Ligaspiel überhaupt mit RBL. Aber auch für Tedesco kam nun das Ende einer Serie. Immerhin hätte er den Vereinsrekord von neun Auswärtssiegen in Folge einstellen können. Dazu kam es aber nicht.

Petersen hatte daran jedoch keinen großen Anteil. Sicherlich hätte die Szene gegen Nkunku (71.) geprüft werden können. Aber Laimer bei 7 Foulspielen (Gladbach hatte insgesamt 11 und sammelte dafür 5 Karten) ohne Karte zu belassen sowie bei Gvardiol Gnade vor recht ergehen zu lassen, spielte auch RBL ordentlich in die Karten.

 

Olmo im Formtief?

 

Aufgefallen

1)      Es gibt bessere Leistungen, da sind wir ehrlich. Das zieht natürlich auch die Stimmung in den Keller, wenn in der Hälfte aller letzten 16 Halbzeiten maximal ein Leipziger Schuss aufs Tor steht. Aber es geht aufwärts: heute waren es in einer schlechten ersten Halbzeit sogar 2! Wie man es dreht oder wendet in den letzten 5 Spielen (450 Minuten) gegen Leverkusen, Union 2*, Glasgow und Gladbach kommen die Leipziger vielleicht – mit viel Augen zu – auf 90 wirklich überzeugende Minuten. Zu wenig im Saisonendspurt.

2)      Sagen wir’s mal so: Man hatte nicht den Eindruck, dass die Spieler sich des tabellarischen Ernsts der Lage bewusst waren. Nicht das erste Mal, dass RBL den Anfang des Spiels in behaglicher Dösigkeit verträumt. Freiburg vorbei, was solls – wird schon werden… Aber was gegen Union oder Glasgow auf den letzten Drücker oder wie gegen Leverkusen auf den einzigen Drücker klappt, das klappt eben nicht immer. Überhaupt muss man bei der aktuellen Herangehensweise an die Spiele an Szoboszlais Aussage denken: Die erste Viertelstunde schaut man mal, was der Gegner so macht. Das ist einfach zu wenig, zumal man Gladbach eigentlich den Stempel aufdrücken muss. Das tat RBL dann in Halbzeit 2, hatte aber eben nicht das nötige Glück. Selbiges muss man sich auch mal erzwingen, das passiert zuletzt nur noch sehr sporadisch.

 

Selbst der Platzverweis half nicht.

 

3)      Ca. 2xG haben die letzten drei Gegner in den Ligaspielen mehr erspielt. Leverkusen, Union und nun auch Gladbach hatten nach dieser Metrik die besseren Chancen. Kein Wunder, dass RBL dann nicht jedes Spiel gewinnt. Die Probleme bestehen nicht erst seit gestern. Einige Ligaspielen wurden eher durch Effizienz und individuelle Klasse (wie Nkunku heute beim 1:1, sonst war er kaum zu sehen) entschieden. Spiele mit mehr als 2xG für RBL kann man in der Rückrunde fast an einer Hand abzählen. Die defensive Marschrichtung von Tedesco mag nicht in solch kopflose Spiele wie in der Hinrunde münden, aber offensiv wird es stetig überschaubarer.

4)      Offense wins Games, Defense wins Championships! Gegen Gladbach war beides nicht besonders. Das Problem ist, aktuell gibt es eher Spiele als lang andauernder Championships. Da braucht es auf den Punkt den Unterschied. Wenn jetzt selbst die nominelle Topelf taumelt, dann sind Sorgen um die Saisonziele angebracht.

 

Mehr als ein Küsschen war nicht drin.

 

5)      Die Probleme im Mittelfeld häufen sich. Adams gegen die Rangers zwar ganz gut aber davor mau. Kampl und Laimer, als die beiden Rückrundenbesten-ZM gegen Gladbach nah an indiskutabel. Haidara erst demnächst wieder eine Option und davor auch nicht wirklich der Heilsbringer. Für die kommende Saison sollte man sich hier etwas einfallen lassen, zumal auch Moriba in Valencia nicht den Eindruck erweckt, die Lösung dieser Problematik zu sein.
Auch im OM – eigentlich das nominelle Prunkstück – läuft es unrund. Zum einen mag das der defensiveren Spielanlage geschuldet sein, aber weder Spaniens Nationalspieler Olmo noch the next big thing Szoboszlai noch Pokalheld Forsberg sorgen für Tore oder Vorlagen am Fließband. Bestens belegt durch den Umstand, dass der zuletzt überschaubare Olmo immer noch gesetzt ist.

6)      Viel bemüht in letzter Zeit die These, dass die Rasenballer übermüdet sind. Natürlich ist RBL aktuell das einzige Team mit Dreifachbelastung und selbst Teams mit Doppelbelastung wie Frankfurt, schenken die Liga quasi ab. Das kann RBL sich wegen der Champions League Qualifikation eigentlich nicht leisten. Grundsätzlich hat RBL einen recht breiten Kader und Tedesco hat auch viel rotiert, andere Verein konnten dies nicht in der Form. Insofern passt das ebenso nicht zusammen, wie der Umstand, dass Gladbach läuferisch heute kein Fest abgebrannt hat. Dazu legte RBL in Halbzeit 2 deutlich einen drauf. Allenthalben fehlt es an Konzentration, wie man bspw. heute in der Abwehr oder bei Laimer sehen konnte. Aber selbst da gab es auch zuletzt sehr gute Leistungen, wenn man bspw. an Hoffenheim, Glasgow oder auch Frankfurt denkt. Die verhaltene Spielweise scheint doch eher verordnet, statt physischen Grenzen geschuldet zu sein. Zumindest ist dies mein Eindruck. Im Sinne von: Defensiv sicher stehen und vorne hilft der liebe Christo(s).

 

Drei klare Tore und sonst nix – Probleme die auch RBL gerne hätte..

 

7)      Drei Gladbacher Großchancen drei Tore, alle recht undankbar für Pete. Alle schlugen recht von ihm ein. Mit ein wenig Glück kann er vielleicht auch einen bekommen. Die großen Fehler wurden aber eher vorher begangen. Schlechtes Zweikampfverhalten und Stellungsspiel waren die Hauptprobleme. Fußball ist ein Fehlervermeidungsspiel und gerade in der ersten Halbzeit hat Leipzig einfach zu viele Fehler begangen (siehe die fast 2/3 Zweikampfquote für Gladbach bis dahin).

 

Nun muss sich RBL selbst aus dem Sumpf ziehen.

 

8)      Der Worst Case ist eingetreten. Leipzig hat es nicht mehr selbst in der Hand, sich über die Liga für die Champions League zu qualifizieren. Wie der Rotebrauseblogger schon schrieb, es kommen leichte Hasenhüttl Vibes, als dieser in der Endphase in Mainz baden ging und so die CL verspielte. Eine Konstellation, bei der Freiburg (auf der Welle surfend) und Leverkusen (solide unterwegs ohne Doppelbelastung) am nächsten Spieltag gewinnen und Freiburg danach bei feiernden Leverkusenern mit einem Sieg die CL fix macht, ist nicht gerade unrealistisch. Union (1:1 gegen Fürth) und Hoffenheim (gegen Freiburg gedanklich teilweise schon in den Ferien) werden den beiden keine echten Steine in den Weg legen. Bedeutet Leipzig müsste gegen Glasgow weiterkommen und das EL Finale gewinnen, um sich den CL Platz zu sichern. Gemessen an den letzten Spielen, wird man nicht Gefahr laufen als größter Realist aller Zeiten in die Geschichte einzugehen, wenn man dies hofft…

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt ... oder am Donnerstag.

 

Was soll man da noch sagen. In den letzten zwei Spielen hat Leipzig leichtfertig den Champions League Platz hergeschenkt. Eine Entwicklung die auch schon in den Spielen zuvor zu befürchten war. Kann Tedesco das Ruder in den folgenden, unglaublich wichtigen Spielen noch herumreißen oder taumelt die Mannschaft weiter dem Ende entgegen? Mit einer Leistung wie gegen Union und auch über weite Strecken wie gegen Gladbach wird RBL wohl weder die CL Quali noch den EL Titel noch den Pokal holen.

Nur noch maximal fünf Spiele – 10 Halbzeiten – in denen Leipzig bitte nicht mehr so einen schnarchigen Fußball wie in der ersten Halbzeit gegen Mönchengladbach spielen soll. Die bittere Realität ist, Leipzig hat verdient verloren. Gladbach hatte die besseren Chancen und das als Tabellenelfter und Klub, für den es gegen RBL maximal um die Ehre ging. Nun muss sich Leipzig am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen, und zwar asapissimo!

Von Gladbach geht es ohne Umweg nach Schottland. Keine Zeit, um nach Leipzig zurückzufahren. Das EL-Auswärtsgesicht war bisher eines der schönsten der Rückrunde und bleibt es hoffentlich auch gegen Glasgow. Die Rangers werden brennen. Ein deutlich heißerer tanz als im Hinspiel ist zu erwarten!

 

Die zweite Ligapleite in Folge.

 

Kicker –  Whoscored –  Sofacore –  Understat –  RBL –  Bundesliga –  FotMob


Statistik
Borussia Mönchengladbach: Sommer – Beyer, Elvedi, Bensebaini – Lainer, Neuhaus, Koné, Netz (90.+2 Scally) – Hofmann, Stindl (C, 66. Friedrich) – Embolo (89. Pléa)
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Mukiele (80. Forsberg), Simakan (46. Klostermann), Orbán, Gvardiol (33. Halstenberg), Angeliño – Kampl, Laimer (80. Szoboszlai) – Olmo – Nkunku, Silva (65. Poulsen)
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Tore: 1:0 Embolo (17.), 1:1 Nkunku (36.), 2:1 Hofmann (45.+2), 3:1 Hofmann (77.)
Torschüsse: 9 / 12
Schüsse aufs Tor: 6 / 7
expected Goals: 1,6 / 1,2
Passquote: 85% / 85%
Zweikampfquote: 57% / 43%
Ballbesitz: 49% / 51%
Laufleistung: 112,0 km / 113,4 km
Sprints: 174 / 190
Fouls: 11 / 20
Ecken: 3 / 8
Abseits: 0 / 3
Gelbe Karten: Stindl, Hofmann, Neuhaus, Koné / Simakan (5), Gvardiol (7)
Rote Karte: Elvedi (64.)
Zuschauer: 35.324 (ca. 200 Leipziger)

Rumpelstilzchen