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13. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 28.11.2021, 17:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
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DAS HÄSSLICHE AUSWÄRTSGESICHT!

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Leipzig - (20.11.2021) Ein Spiel wie eine Bankrotterklärung. Absolut verdient und vollkommen chancenlos verliert Leipzig in Sinsheim und zeigt dabei erneut sein schon gewohnt hässliches Auswärtsgesicht. Vom erhofften Rückenwind aus dem BVB Spiel blieb nach der Länderspielpause nicht mal mehr ein laues Lüftchen übrig. Frostige Zeiten stehen an!

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Nach der englischen Woche vor der Länderspielpause machte sich ob der Auftritte gegen Frankfurt, Paris und nicht zuletzt wegen des Sieges gegen den BVB dezent Vorfreude auf eine bessere Adventszeit breit. Die gesteigerte Fallhöhe sorgte heute für einen um so schmerzhafteren Aufprall nach Spielende.

Marsch musste wechseln und Arbeitstier Poulsen ersetzen, der sich bei der dänischen Nationalelf verletzt hatte. Sein Ausfall wog, wie der des formbesten ZM – Haidara –, schwer. Für sie rückten Kampl und Silva in die Startelf. Dazu ersetzen Klostermann und Orban Henrichs und Simakan. Die TSG musste ihrerseits auf die beiden teuersten Spieler (Kramarić und Baumgartner) sowie auf Mittelfeldstratege Rudy verzichten – eigentlich gute Voraussetzungen … eigentlich.

 

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Dreisatz des Spiels

Das berüchtigte Leipziger Auswärtsgesicht – jede Halloweenmaske wäre eine optische Verbesserung zu diesem Graus. RBL so dermaßen chancen- und einfallslos, dass es schon körperlich weh tat. Kein(!) Schuss aufs Hoffenheimer Tor, das sprach Bände und kommt einer Bankrotterklärung gleich – so kann es nicht weitergehen!

 

Resignation nach dem Spiel.

 

Neu im Bullenstall

Wenn Poulsen aktuell der beste Stürmer und unverzichtbar ist, hat Leipzig mal wieder ein Stürmerproblem. Momentan nicht Teil der Lösung: André Silva, der 28-Tore-Hoffnungsträger, der auch gegen Hoffenheim in seinem Formtief verharrte. Natürlich kamen auch nur wenige Bälle bis in die Sturmspitze, aber das was dann ankam, wurde gekonnt verdaddelt. Ebenso unauffällig der gerade zum Rookie des Monats gewählte Szoboszlai, dessen beste Szene ggf. noch sein Strahlen VOR dem Spiel war. Brobbey, Novoa und Moriba hatten die zweifelhafte Freude, nach dem 2:0 für die TSG in eine Mannschaft zu kommen, die völlig von der Rolle war.

 

Marsch schon wieder in Erklärungsnöten 

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Martínez: Wurde nicht eingewechselt, machte deshalb auch keine Fehler.

Olmo: Wurde auch nicht eingewechselt, machte deshalb auch keine Fehler.

Wosz: Für ihn galt das gleiche wir für die beiden Spanier.

 

Artistisch aber wirkungslos: Nkunku.

 

Luft nach oben

Silva: 28 Tore und das nicht in der türkischen Spaßliga, trotzdem zündet er hier nicht. Vielleicht sollte man es mal mit einem Doppelsturm probieren oder mit Passtraining. Jedenfalls kann es doch nicht wahr sein, dass so ein Talent hier vor die Bullenhunde geht. Zweikampftechnisch versuchte Silva viel, aber die Quote war extrem schlecht, weshalb dann meist auch nichts bei rumkam.

Adams: Beide Tore gehen zum Teil auf seine Kappe. Beim 1:0 zu weit weg von Samassekou und 2:0 lässt er sich den Ball viel zu leicht stibitzen. Haidara bleibt momentan der einzige Leipziger ZM mit einer einigermaßen vertretbaren Form.

Gulácsi: So darf Pete vor dem 1:0 nicht rauskommen. Die Grundregel ist klar: raus und den Ball erwischen oder auf der Linie bleiben. Später blieb er auf selbiger, aber das sah auch nicht gerade gut aus. Einen formschwachen Torhüter kann Leipzig momentan aber gar nicht gebrauchen.

 

Kategorie schlecht gealtert

Der Inhalt leider nur heiße Luft.

 

 

Kategorie auch schlecht gealtert

Man kennt es: Wenn der Ladebalken so lange braucht, dass man doch lieber abbricht.

 

Tweet des Spiels

Die Quintessenz der Saison.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Gut 400 Fans hatten sich auf den Weg in den Süden gemacht. Durch den sächsischen Lockdown wird es daheim vorerst nur Geisterspiele geben. Das könnte, gemessen am Spiel gegen die TSG, sogar ein nerven- und augenschonender Vorteil sein. An den Fans lag es jedenfalls nicht, die trotz des mauen Spielverlaufs gut zu hören waren und die Gruppe lautstark anfeuerten. Marsch beorderte die Jungs nach der Pleite in die Kurve, einer der wenigen richtigen "taktischen" Kniffe an diesem Nachmittag.

 

Quo vadis RBL?.

 

Pfeife des Spiels

Tobias Welz – dafür bekannt, dass RBL die ersten fünf Spiele unter seiner Leitung nicht gewinnen konnte – mit seinem achten Einsatz mit Leipziger Beteiligung und dem dritten, in dem die Gegner TSG und RBL hießen. Zuletzt gab es dabei einen Sieg in Hoffenheim (Juni 2020), dieses Mal jubelten die Gastgeber. Das lag nicht an Welz, der zwar einige fragwürdige Zweikampfentscheidungen traf, aber sonst nicht das Leipziger Hauptproblem war – das war man nämlich selbst.

 

Saisonziele außer Reichweite?

 

Aufgefallen

1)      Wie im Vorbericht erwähnt, punkteten die Kraichgauer oft mit taktischer Überlegenheit in der heimischen Arena. So auch gegen Leipzig, dass taktisch aber auch mit leerem Aktenkoffer angereist war. Wie dem auch sei, die Hausaufgaben hat RBL zum wiederholten Male nicht erledigt und daher geraten auch die Saisonziele (CL Qualifikation) erneut aus dem Blick.

2)      Warum immer diese Spiele oder zumindest Halbzeiten, wo man sich als Fan dezent (quasi wie Raum) an den Kopf greifen muss? Nach der guten Vorstellung gegen geschwächte Borussen wähnte man sich im Aufwärtstrend, was aber die RBL-Kicker anboten war fast schon weniger als nichts – offensiv extrem unpräzise und einfallslos, defensiv ungewohnt wacklig. Gegen Hoffenheim klappte wieder mal Plan A nicht und bei Plan B ist bekanntlich Fehlanzeige...

 

Wie Flasche leer.

 

3)      Marschs Taktiktasche (siehe Kategorie schlecht gealtert) war heute ganz offensichtlich eine Attrappe. Wenn man glaubt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein neuer Tiefpunkt her. Hierin waren sich Team und Trainer nach dem Spiel einig, nur dann hilft es leider auch nicht mehr. Denn wenn eines nach den bisherigen Auswärtsspielen klar ist, dann, dass es der immer "bereiten Gruppe" und mit ihr dem Gruppenvorsitzenden offensichtlich schwer fällt, aus dem Erlebt- und Erlittenen wirklich zu lernen.

4)      Gulácsi mit den alten Schwächen beim Herauslaufen. Bei der Ecke zum 1:0 wäre auf der Linie kleben zu bleiben, wie er es sonst auch macht, definitiv die bessere Option gewesen. So geht der Gegentreffer zu großen Teilen auf seine Kappe. Aber auch Adams hätte den nun so gar nicht torgefährlichen Samassekou (erstes Tor im TSG Dress überhaupt – RBL mal wieder der Steigbügelhalter des Gegners) besser im Blick halten müssen.

 

Mund abputzen und weitermachen? Das hat man schon zu oft gehört.

 

5)      Alles steht und fällt momentan mit Nkunku (und ggf. Poulsen). Der Franzose wurde vor dem Kick zum Spieler des Monats gewählt. Davon war gegen die TSG weit und breit nicht mal der Hauch eines Ansatzes zu sehen. Das wohl schwächste Spiel von Nkunku seit langem. Nun müsste sowas bei Leipzigs breitem Kader zu verschmerzen sein, aber ist es scheinbar nicht. Wenn Nkunku nicht funktioniert, funktioniert RBL derzeit ebenso nicht und Nkunku hat abseits des Spiels in Manchester auswärts kaum Scorer erzielt. Manchmal ist Korrelation doch vielleicht Kausalitäten, also cum hoc ergo propter hoc ohne "Schein".

6)      Ein fast schon beispiellos schlechtes Spiel von RBL, laut understat lediglich 0,21 xG, was der schlechteste Wert seit der Leipziger Debütsaison ist (unterboten damals auswärts gegen die Bayern und den BVB)! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, seit über vier Jahren gab es kein Leipziger Ligaspiel, in dem RBL sich so wenig Chancen herausspielte – und da hatten wir keinen Nkunku, Silva oder Szoboszlai – was Marsch derzeit aus diesem Kader herausholt, ist sehr oft sehr weit unter dessen (vermeintlichen?) Möglichkeiten!

 

Hömma Ralf, der Jesse hat mir den Rekord geklaut...

 

7)      Bis zu dieser Saison hielt Trainerlegende Tomas Oral mit sieben sieglosen Auftritten in Folge den Ligaauswärtsspielsieglosrekord (TM). Nagelsmann und Marsch haben diesen mit vereinten Kräften kassiert und ausgebaut. Seit nun neun Ligaspielen hat RBL in der Fremde nicht mehr gewonnen – oder anders formuliert seit Anfang April. In Berlin bei Union und danach in Augsburg sind die letzten beiden Chancen in diesem Jahr und in dieser Hinrunde auswärts überhaupt noch einen Dreier einzufahren. Diese Bilanz ist ein fast schon "pompööses" Monument der Leipziger Auswärtsinkompetenz.

7)      Ein Wort noch zur Pressingresistenz, denn so einfallslos die Offensive war, so wacklig war die Defensive. Orban und Klostermann, als erfahrene Bundesligaspieler mit zu vielen Fehlern im Aufbau. Hoffenheim ließ mit der Spiegelung der Marsch-Aufstellung RBL kaum Raum und nutzte die daraus resultierenden Fehler. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Pressingresistenz und das saubere Spiel in der eigenen Hälfte unter Nagelsmann eine von Leipzigs Stärken war, ist auch dies schon ein beispielloser Verfall.

 

Zwar abweichend von understat aber trotzdem einer der schlechtesten xG Werte der Leipziger Bundesligageschichte.

 

9)      Ein Punkteschnitt von momentan 1,5 in der Liga – das riecht nach erstmaliger Qualifikation für die ConferenceLeague – bzw. vom CL-Bullen zur grauen Maus. Für ein Team, das hinter den Bayern und dem BVB zu den teuersten der Liga gehört, ist das mehr als nur zu wenig. Was bedeutet, dass man sich Gedanken machen muss, wie es weitergeht. Marsch bekommt einfach keine Stabilität in die Mannschaft, so viel darf man nach 16 Pflicht- und etlichen Testspielen wohl konstatieren.

10)      Was für ein Tag im Red Bull Fußballuniversum. Vier Teams – kein Sieg, kein Tor. RBL verliert erstmals seit 2018 gegen Hoffenheim, Bragantino verliert im Finale der Copa Sudamericana, Salzburg gewinnt erstmals seit April daheim nicht (0:0) und New York scheidet aus den Playoffs aus (0:1). Ein schwarzer Tag für das Imperium.

 

Schlägt das Imperium noch zurück?

 

Fazit & Ausblick

Zum ersten Mal seit sieben Spielen wieder gegen Hoffenheim verloren. Damals läuteten die Glocken beim 2:5 in Leipzig (übrigens unter Welz‘ Leitung) den Anfang vom Ende für Hasenhüttl ein und auch dieses Mal könnte es einer der Tropfen sein, die das Fass zum Überlaufen bringen. Selten war RBL SO chancenlos und das gegen ein stark von Verletzungssorgen gebeuteltes Team.

Das Schlimme ist, dass man als Fan langsam abstumpft und Zuflucht im Zynismus sucht (vgl. die zahllosen Twitter Einträge). Die Erwartungshaltung ist schon gering, aber gegen die TSG gewann die "Gruppe" diesen Limbo (mal wieder!) spielend. Die coronare Ausnahmelage tut ihr übriges.

Als nächstes nun also Brügge und Bayer. Erstere sind im November noch sieglos, aber es ist ja auswärts. Für Platz drei in der Gruppe und damit die EL zählt indes nur ein Sieg. Letztere haben zwar gegen Bochum auch nicht gut gespielt, aber gewonnen. Hier kicken wir daheim, aber ohne Fans (Ausrede incoming?), da kann dann wohl alles passieren, denn Konstanz ist ein in Leipzig unbekanntes Fremdwort.


Kicker – Whoscored – Sofacore – Understat – RBL – Bundesliga – FotMob


Statistik
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Posch, Grillitsch, Vogt – Akpoguma (89. Nordtveit), Samassekou (64. Stiller), Geiger, Raum – Dabbur (73. Richards) – Rutter (73. Adamyan), Bebou (89. Asllani)
RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann (78. Novoa), Orban, Gvardiol – Mukiele (53. Henrichs), Adams, Kampl (46. Forsberg), Angeliño – Nkunku, Szoboszlai (71. Moriba) – Silva (71. Brobbey)
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)
Tore: 1:0 Samassekou (12.), 2:0 Dabbur (68.)
Torschüsse: 22 / 5
Schüsse aufs Tor: 8 / 0
Passquote: 74% / 82%
Zweikampfquote: 57% / 43%
Ballbesitz: 41% / 59%
Laufleistung: 115,5 km / 112 km
Sprints: 256 / 257
Fouls: 17 / 18
Ecken: 7 / 2
Abseits: 4 / 3
Gelbe Karten: Grillitsch, Nordtveit / Silva (1), Angeliño (3)
Zuschauer: 13.500 (ca. 400 RBL Fans)

Rumpelstilzchen


Permalink:
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Auswärts und in der CL war es definitiv zu wenig.
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Sieg gegen geschwächten BVB nicht überbewerten.
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