Der peinliche Tiefpunkt der Saison!
Inhalt
Vor dem Spiel ist vor dem Spiel
Poulsen out, die Chance für Sørloth? Jedenfalls der nächste Startelfeinsatz für den Norweger. Kurzfristig passen musste Kampl, der sich beim Abschlusstraining eine Prellung zuzog. Für ihn rückte Adams ins Team. Draußen blieben vorerst die leichtfüßigen Offensivwirbler Nkunku und Kluivert.
Nachdem der BVB gestern mal wieder Federn lassen musste und seit seinem Sieg in Leipzig nicht mehr gewinnen konnte, war die Maßgabe klar. Beim Tabellenvorletzten siegen, an den Bayern dranbleiben und Abstand auf die Verfolger gewinnen.
Dreisatz des Spiels
Meisterschaft – nein danke! So wie Leipzig sich heute in Mainz präsentiert hat, brauchen sich die Bayern auch in dieser Saison keine Gedanken zu machen. Trotz zweier Führungen verlor man dank indiskutabel verteidigter Standards mit 3:2 gegen den Tabellenvorletzten. Peinlich!.

Vor dem Spiel war noch alles gut...
Neu im Bullenstall
Poulsen angeschlagen, die Möglichkeit für Sørloth sich festzuspielen? Jedenfalls startete er erneut. Abseits von ein paar soliden Ansätzen im ersten Durchgang musste man aber konstatieren, dass es mal wieder so gar nicht sein Spiel war. Zwei Torschüsse, kein Tor und keine Vorlage waren am Ende dann doch zu wenig gegen den Tabellenvorletzten. Mit Hwang (der bei den Mainzern aktuell im Gespräch ist), Martínez, Kluivert und Samardžić saßen die übrigen Sommerneuzugänge zu Beginn draußen, ebenso wie Juniorenstürmer Borkowski. Bis auf Borkowski und Martínez wurden alle übrigen drei eingewechselt, blieben aber alle in der Schlussphase ohne Torschüsse.
Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt
Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen...

Sabitzer heute mit einer schlechten Leistung.
Luft nach oben
Sabitzer: What the actual fuck? An allen Gegentoren hatte Sabitzer seinen Anteil. Bei den Standards verliert er die Duelle bzw. ist nicht nah genug dran. Auch beim 3:2 ist er nur zweiter Sieger. Das war heute die schwächste Saisonleistung des Kapitäns.
Gulácsi: Klar, alles schwer zu halten, aber bei den Gegentoren sieht er nicht gut aus. Beim 1:1 den Ball nach vorne abgewehrt, 3:2 – Tor in die Keeperecke.
Halstenberg: Ja, das Tor zum 2:1 reißt es nicht raus. Beim 1:1 verschuldet er den Freistoß und beim 3:2 lässt er sich zu leicht ausdribbeln.
Kategorie schlecht gealtert
😅 #Adams #M05RBL https://t.co/O2MBRtBnwD pic.twitter.com/GRXLVsjjLZ
— Justgroovy (@justgroovy20th) January 23, 2021
How it started... How it ended ... nämlich 3:2!
Tweet des Spiels
Bundesliga Fans: "Voll Scheiße wenn Bayern immer Meister wird.. Ich hoffe dieses Jahr wirds anders!"
— 𝙎𝙚𝙗𝙖𝙨𝙩𝙞𝙖𝙣 🕊 (@Sebbe2704) January 23, 2021
Bundesliga währenddessen: #B04WOB #M05RBL pic.twitter.com/uysklwq1uX
Die wahre Geschichte hinter der Bayernserie...
Champagner oder Bier – die Fans
Same procedure as every week. Keine Fans und jeder für sich daheim an den Endgeräten. Ein wenig Beef gab es vor dem Spiel online. Mainz veröffentlichte ein Statement von Wolter zum Erinnerungstag des deutschen Fußballs und es hagelte den obligatorischen Shitstorm der Ewiggestrigen.
In den Farben getrennt, in der Sache vereint. ✊🙏 #mainz05 @DieRotenBullen #WeRemember #NieWieder pic.twitter.com/4wtJC8JA8n
— 1. FSV Mainz 05 (@1FSVMainz05) January 23, 2021
Pfeife des Spiels
Short time no see… Schon wieder pfeift Dingert ein Leipziger Spiel. Zuletzt vor gerade einmal drei Wochen in Stuttgart. Da hatte er RBL Glück gebracht aber in seinem 140. Bundesligaspiel ging es nun erstmal in eine Begegnung mit Mainzer Beteiligung und da wollte er den Debütanten Glück bringen. So richtig rund wirkten seine Entscheidungen nicht, aber am Ende des Tages hatte sich RBL das Ergebnis ganz allein "erarbeitet".

Voll auf die Schnauze geflogen...
Aufgefallen
1) Eigentlich ist RBL bei Standards eine Bank, heute leider eine die ausgeraubt werden wollte. Den Gegentoren gingen klare Fehler voraus. Dass man sie überhaupt zugelassen hat (Halstenberg Foul, Pete greift daneben) und Sabitzer ließ in beiden Fällen seinem Gegenspieler zu viel Platz. So reicht es dann nicht mal gegen die bei Standards schwachen Mainzer.
2) Peinlich, peinlicher, BVB, Leipzig? Gegen den Tabellenvorletzten zu verlieren, das ist starker Tobak. Am Ende geht die Niederlage sogar in Ordnung, weil der FSV die besseren Chancen hatte. Dennoch bleibt festzuhalten, dass dies unmöglich der eigene Anspruch sein kann.
3) Mit Ausnahme des Sieges im DFB Pokal gegen den FCA hat Leipzig in den letzten drei Monaten kein Spiel mehr souverän gewonnen. Immer musste man zittern, immer blieb es lange eng. Die Pleite gegen Mainz ist in diesem Sinne nur der vorläufige „Höhepunkt“ einer bedenklichen Entwicklung.
4) Wie war die Ansage von Nagelsmann in den englischen Wochen der Hinrunde nochmal? Man müsse kraftschonend spielen, und die Spiele möglichst frühzeitig entscheiden. Heute waren es saumäßig schlecht verteidigte Standards, die RBL das Genick brachen.
5) Mal wieder so ein Spiel, wo man sich Impulse von der Bank erhofft, am Ende kommt aber nichts Zählbares herum. Am besten allenfalls noch Nkunku, die übrigen maximal mit Ansätzen. Zu wenig, um zumindest noch ein Unentschieden rauszuholen und eine vernünftige Schlussoffensive aufs Feld zu bringen. Wenn man dann noch Matthäus von der Leipziger Bank schwadronieren hört, so stellt man dennoch ernüchtert fest, dass RBL bei Einwechslungen nicht sonderlich herausragt.
6) Herzlichen Glückwunsch zur erneuten Meisterschaft liebe Bayern. In Ermangelung von echten Gegnern wird der FCB selbst in einer schwachen Saison wohl wieder am Ende ganz oben stehen. Die Chancen waren fraglos da, aber RBL, BVB und Bayer würden in Sachen Slapstick sogar Dick und Doof Konkurrenz machen.

Bayernherausforderer – Symbolbild.
Ein Nachmittag zum vergessen… Zweimal in Führung gegangen und dann doch gegen die Kellerkinder aus Mainz verloren. Der Tiefpunkt der Saison (bisher … wir wollen ja nicht voreilig sein). Ein Spiel, das die selbstdefinierten Ansprüche („den Bayern Paroli bieten“) aufs Groteske konterkariert. Oder um es mit Trapattoni zu sagen: Spiele wie Flasche leer, was wolle RB Leipzig?!
Eigentlich egal wer als nächstes kommt. Mit so einer Leistung gewinnst du keinen Blumentopf und wenn dann kommt selbst nach einem Sieg gleich wieder der nächste Rückschlag. RBL nähert sich bedenklich der Rückrundenform der letzten Saison. Jetzt kommen Leverkusen, die ebenso in der Krise stecken und gut aufgelegte Bochumer. Stimmungskurve aktuell auf Nulllinie.

Es kommen bessere Tage – hoffentlich!
Statistik
1. FSV Mainz 05: Zentner – St. Juste, Bell, Niakhaté – da Costa, Mwene (67. Stöger), Barreiro (86. Burkardt), Latza (C, 66. Öztunali), Kohr (79. Tauer) – Onisiwo, Quaison (66. Szalai)
RB Leipzig: Gulácsi – Halstenberg (55. Nkunku), Upamecano, Orban – Angeliño, Sabitzer (C), Haidara (61. Samardžić), Adams (77. Mukiele) – Olmo (77. Hwang), Forsberg (61. Kluivert) – Sørloth
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Tore: 0:1 Adams (15.), 1:1 Niakhaté (24.), 1:2 Halstenberg (30.), 2:2 Niakhaté (35.), 3:2 Barreiro (50.)
Torschüsse: 9 / 13
Schüsse aufs Tor: 4 / 5
Passquote: 61% / 80%
Zweikampfquote: 48% / 52%
Laufleistung: 118,9 km / 117,4 km
Ballbesitz: 32% / 68%
Fouls: 13 / 16
Ecken: 3 / 9
Abseits: 2 / 0
Gelbe Karten: Niakhaté, da Costa / Orban (3), Halstenberg (2), Adams (2), Sørloth (2)
Zuschauer: keine
Rumpelstilzchen