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Erneute Niederlage in der Fremde – RB Leipzig strauchelt in Bochum
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Erneute Niederlage in der Fremde – RB Leipzig strauchelt in Bochum

Erneute Niederlage in der Fremde – RB Leipzig strauchelt in Bochum

Vergebene Chance, vergebene Müh. Die Möglichkeit war da, die schmerzvolle Niederlage in Manchester mit einem Sieg in der Bundesliga wieder größtenteils vergessen zu machen und sich somit in eine gute Ausgangsposition im Kampf um die erneuten Champions League Plätze zu manövrieren. Aber nicht nur physisch ist man momentan am Limit angelangt, sondern offenbart weiterhin altbekannte Mängel bei Standards und qualitative Defizite im Torabschluss. So steht man am Ende wieder mit leeren Händen da.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Der Drittplatzierte der Bundesliga und Champions League Aspirant aus Leipzig gegen den abstiegsbedrohten VfL Bochum. Gleiches Bild wie im letzten Jahr, als unsere Roten Bullen im „Ruhrstadion“ antraten und damals noch gerade so den Kopf mit einem knappen 1:0 Sieg aus der Schlinge ziehen konnten. Sei es drum, die drei Punkte waren eingetütet. Auch zum aktuellen Zeitpunkt zählen für unsere Rasenballer weniger Schönspielerei, sondern nur die Punkte in der Bundesliga. Im letzten Saisondrittel mündet eben fast jede Partie in einem Finalspiel. Schließlich hatte man zuvor noch das Champions League Achtelfinale in den Beinen und ist noch im DFB-Pokal vertreten. Im Endeffekt bringen uns nur Siege weiter.

Bis auf die Ausfälle um Péter Gulácsi, Abdou Diallo, Xaver Schlager und Christopher Nkunku konnte Trainer Marco Rose aufs bekannte Personal der letzten Wochen zurückgreifen, wenngleich die beiden letztgenannten nicht vollends ersetzt werden können. Mit dabei Dani Olmo, der sich nach seiner Verletzung langsam wieder herangearbeitet hat und auf dem bis zum Saisonende nun große Hoffnung lastet, seine Qualitäten wie bei der Galavorstellung auf Schalke zu zeigen. Schön wäre es, wenn er sich nicht nur bei der Nationalmannschaft breit macht, sondern auch verletzungsfrei zurückkommt und das auch so bleibt.


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Neu im Bullenstall

In Bochum war auch die Zeit gekommen, mit dem verfügbaren Personal ein wenig zu rotieren, sowohl belastungstechnisch als auch taktisch. Trainer Marco Rose gab dabei kopfballstarken Spielern den Vorrang, was leider beim Gegentor nicht half. So schafften Yussuf Poulsen, Mohamed Simakan, André Silva und Marcel Halstenberg den Sprung in die Startelf, während Benjamin Henrichs, Emil Forsberg und David Raum auf der Reservebank Platz nehmen mussten.

Im zentralen Mittelfeld durfte hingegen Kevin Kampl erneut von Beginn an ran und verdrängte somit Amadou Haidara. Von Kampl erhoffte man sich mehr spielerische Lenkung bei eigenem Ballbesitz. Machte ebenso im Rückwärtsgang Sinn, weil Bochum taktisch dafür bekannt war über die Außen zu spielen und von dort aus Flanken zu schlagen, so dass defensiv das zentrale Mittelfeld nicht unbedingt Priorität hatte.



Dreisatz des Spiels

Drei Punkte waren das Ziel, taktisch vor allem sicher zu stehen, dem Gegner nicht viele Möglichkeiten mit dem Ball überlassen und spielerisch Chancen kreieren. Das gelang aber nur bedingt in der 1. Halbzeit, die sich allgemein als die schlechteste von Spiel zu Spiel manifestiert. Beide Teams neutralisierten sich fast gegenseitig, es gab nur wenig Torgefahr. Und so ging es mit einem xG-Wert von nur 0,08 zu 0,31 in die Pause, in der kein Ball den Weg aufs Tor fand. Viel Stückwert bis dato im Leipziger Spiel, welches für einen Champions League Anwärter zu wenig ist.

Dass das Spiel ruppig und die Stimmung aufgeheizt seine würde, war im vornherein abzusehen. Leider wurden dann auch die meisten Zweikämpfe verloren und insbesondere im Offensivdrittel konnte kein Ball festgemacht werden. André Silva hatte bis dato als Einziger die eine oder andere Gelegenheit, scheiterte aber an der Ballan- und Mitnahme und sowohl am Abschluss. Aber auch die nur 55 abgespulten Kilometer nach 45 Minuten offenbarten dann doch schon gelassene Körner aus den vergangenen Wochen.


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André Silva - weiterhin tor- und glücklos im Leipziger Dress



Und wie es dann eben kommen musste, erwischte es uns gleich nach dem Pausenpfiff. Und natürlich wieder nach einer Standardsituation mit drei verlorenen Kopfballduellen hintereinander bis der Ball schließlich im Leipziger Tornetz landete. Altbekannte Schwächen, die man leider trotz vieler kopballstarker Spieler nicht richtig in den Griff bekommt und immer wieder Punktverluste bedeuten. Am Ende nützte dann auch der Sturmlauf nichts mehr, wenn selbst gute Gelegenheiten liegen gelassen werden. Eine geschenkte Woche mit zwei Niederlagen, die doch Tatsachen wieder zu Tage hervorbrachten, die unter Marco Rose so noch nicht zu sehen waren.



Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Wie schon bei Manchester City gibt es aktuell keinen Spieler hervorzuheben, der sich mit einigen guten Szenen hierfür empfehlen würde – sowohl defensiv als auch offensiv. In allen taktischen Bereichen war man „stets bemüht“, aber ohne effektive Akzente setzen zu können. Sinnbildlich hatte Willi Orban eine gute Kopfchance zum Ausgleich, war aber auch beim Gegentreffer und verlorenen Kopfballduell mitbeteiligt. Gleiches gilt für Janis Blaswich, der in den wenigen Situationen gut parierte, aber im entscheidenden Moment seine Abwehr vor dem gegnerischen Torschützen landete.



Luft nach oben

Symbolisch für die ganze Offensive steht André Silva an erster Stelle. Seine Glanzzeit bei Eintracht Frankfurt ist schon lange Vergangenheit, während er im Leipziger Dress seine Torjäger-Qualitäten nun endgültig verloren zu haben scheint. Die Möglichkeit ist da aus dem Schatten von Christopher Nkunku hervorzutreten, wie auch ein Timo Werner. Aber beide kommen aus dem Prädikat „stets bemüht“ nicht mehr hinaus. Uns fehlt es in der Offensive an „Qualität“, indem man aus wenig Viel macht.

Ebenso agierte Dominik Szoboszlai im Abschluss diesmal sehr unglücklich. Seine Freistöße landeten diesmal im Niemandsland und auch ein Yussuf Poulsen konnte seine Einsatzchance nicht nutzen.



Champagner statt Bier – die Fans

Rund 1.100 Fans nahmen die lange Reise bis zum Bochumer Stadion auf sich, nachdem schon einige RB Leipzig Anhänger von den 3.000 Fans in Manchester zuvor dabei waren. Viele Spiele bleiben ja nicht bis zum Saisonende. Schön zu sehen, dass sich sukzessive auch zu den Auswärtsspielen das Interesse unserer Fans gesteigert hat, live dabei sein zu wollen.



 

Pfeife des Spiels

Sascha Stegemann, uns bekannt noch vom Pokalfinale gegen Freiburg. Eigentlich ein gutes Omen in Anbetracht seiner Bilanz mit zuvor acht Siegen, ein Remis und nur einer Niederlage. Auch am Monitor als VAR Harm Osmers sollte uns keine Schweißperlen auf die Stirn hinterlassen haben.

Beim Tritt in Timo Werners Wade zeigte er den gelben Karton, wenngleich es auch dunkelgelb war. Parallel im Hoffenheimspiel sah Dabbur die Rote Karte, auch weil der gefoulte Spieler sich etwas mehr auf dem Rasen danach echauffierte. Alles in allem lag die Schuld dieser Niederlage nicht an ihm, dass RB nicht in die Gänge kam und erst in den letzten Minuten die PS auf dem Platz brachte. 



Aufgefallen

1)      Durchschnittlich 1,70 Punkte aus den letzten 10 Spielen. Das ist auch aktuell Marco Roses schlechteste Bilanz bei RB Leipzig. Natürlich hat auch er mit der dünnen Kaderdecke zu kämpfen und mit dem Verlust von Unterschiedsspielern wie Christopher Nkunku und Xaver Schlager. Trotzdem hat das Spiel in Bochum auch gezeigt, dass die taktischen und personellen Veränderungen und Vorgaben das Team nicht gewinnbringend umsetzen konnte. So fehlte offensiv doch ein Emil Forsberg bzw. Dani Olmo als kreative Schaltzentrale im letzten Spielfelddrittel.


2)      Spielender Torwart Aber insgesamt auch ein riskantes „Hinten-Herum-Gespiele“ wie beim Hallenfußball, indem der Torhüter als Überzahlspieler eingebunden wird. Es ist teils schon haarsträubend, wenn sich unsere Verteidiger und Janis Blaswich unter gegnerischen Pressing die Bälle im eigenen Strafraum quer zu spielen und dabei nur Zentimeter fehlen, den Gegner Torchancen selbst aufzulegen.





3)      Standardschwäche – Erneuter Gegentreffer nach einer Standardsituation, in der gleich drei Kopfballduelle nacheinander verloren wurden. Ein altbekanntes Defizit, welches technisch und taktisch limitierte Mannschaften gewinnbringend auszunutzen wissen. Natürlich fließen dabei viele Faktoren mit ein wie die individuelle Zuordnung, das Blocken und Zustellen von Laufwegen, aber auch die Berechnung der Flugkurven und die Reaktionsschnelligkeit in Ballnähe. All das können wohl andere Teams etwas besser als unsere Rasenballer.

4)      Fehlende Torjägerqualitäten – Lange ging es gut, eben auch für Trainer Domenico Tedesco und für Marco Rose, aber mit dem Ausfall von der Torgarantie in Form von Christopher Nkunku sind wir letztendlich in ein tiefes Loch gefallen. Ähnlich der Situation mit Haaland in Dortmund, schultert nun die Last auf alle anderen Offensivspieler, diese Torgefahr gemeinschaftlich umzusetzen. Aber ob nun ein André Silva oder Timo Werner auf dem Platz steht und hinzu noch ein Emil Forsberg bzw. Dani Olmo auf der Bank, lässt du dann auch in diesem Spiel gegen einen Abstiegskandidaten die nötigen Offensivqualitäten vermissen.


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Auch Dominik Szoboszlai geht mittlerweile das Zielwasser aus



5)      Auswärtsschwäche – Nur durchschnittlich 1,23 Punkte in der Fremde, das ist einfach zu wenig für die hohen Ansprüche. Mit bisher 5 Niederlagen und 4 Remis in 13 Auswärtsspielen kann man kaum erfolgreich die Champions League Qualifikation erreichen, zumal noch die Partien in Freiburg und München ausstehen. Auswärts zeigen wir oft ein anderes Gesicht, lassen uns von der gegnerischen Atmosphäre zu sehr beeinflussen und ebenso wichtige Qualitäten vermissen. Da treten unsere Mitkonkurrenten um die internationalen Plätze einfach gefestigter und reifer auf.

6)      Physisch am Limit -  Die englischen Wochen zollen Tribut. Das erkennt man in den müden Gesichtern der Spieler und man vermisst nun zusehends deren Leichtigkeit des Seins. Anders als noch vor ein paar Wochen, in denen man durchschnittlich fast 120 Kilometer pro Spiel abspulte, sind es nun im Kollektiv 10 Kilometer weniger geworden in den letzten vier Pflichtspielen. Vorteile für die gegnerische Mannschaft, die man mittels einen qualitativ breit besetzten Kader hätte vielleicht besser lösen können.


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Auch Trainer Marco Rose schmeckte dieser Auftritt und die erneute Niederlage überhaupt nicht



7)      Wieder keine gute erste Halbzeit – Anders als beim Amtsantritt von Marco Rose, indem das Team gleich von Beginn an leidenschaftlich aufspielte und somit den Grundstein für den Erfolg legte, agiert nun unser Team im letzten Saisondrittel vom Anpfiff an zurückhaltender. Erinnerungen werden wieder wach an die vielen verhaltenen und mit Sicherheitsfußball begleitenden ersten Spielhälften unter Vorgänger Domenico Tedesco. Weniger Torgefahr, weniger Mut und Risiko, mehr Ballbesitz und weniger Laufarbeit. Langsam entgleisen die unter Rose zuvor gezeigten Erfolgsformeln und man fällt in das alte Strickmuster zurück.




Außer Spesen nichts gewesen. Man kann unter der Woche bei Manchester City auch hoch verlieren, aber wenn man eine Bundesliga-Topmannschaft sein möchte, die wiederum sich für die Königsklasse qualifizieren will, sollte man im anschließenden Ligaspiel auch seine nötigen Qualitäten abrufen können. Leider gelang das unseren Spielern nicht und so segelt man langsam aber sicher in Richtung unsere Zukunft. Denn etwaige Champions League-Ambitionen hätte man wieder mit einem Erfolg gerade rücken können, aber so musste man sich gegen einen Abstiegskandidaten geschlagen geben.

Nun steht die Länderpause an, in der leider auch viele Spieler zu ihren Nationalteams reisen werden. Dabei täte eine gewisse Pause in Sachen Belastungssteuerung unseren Spielern gut. Jedoch werden nur wenige Spieler Trainer Marco Rose bleiben, um für das nächste Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05 seine Akteure vorzubereiten. Gegner Mainz ist wiederum ein Team der Stunde und hat in der Rückrunde einen guten Lauf bisher. Auch dieses Spiel wird sicherlich kein Selbstläufer werden, wenngleich wir bisher heimstark aufgetreten sind.

Mit der Niederlage in Bochum wurde eine gute Möglichkeit ausgelassen, sich unter den Top-Vier in der Bundesligatabelle festzubeißen. Solche Ausrutscher kann man sich im letzten Saisondrittel eigentlich nicht mehr leisten, insofern die Mitkonkurrenten ihre Hausaufgaben erledigen. Nach Mainz folgt schon unter der Woche wieder Dortmund zum Pokalfight, ehe es am anschließenden Wochenende zu Hertha BSC geht. Wiederum dichtgestaffelte Spiele ohne ausreichende, unmittelbare Wettkampfvorbereitung. Die Reise für unser Team und für uns Fans wird keine Leichte sein.

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstat

 

Statistik
VfL Bochum: Riemann – Stafylidis, Ordets, Mašović, Danilo Soares (58. Heintz) – Osterhage (87. Lambropoulos), Losilla (C) – Asano (69. Kunde), Stöger (69. Förster), Antwi-Adjei (69. Holtmann) – Hofmann
Bank: Nyland – Nickisch, Klostermann, Ba
RB Leipzig: Blaswich – Simakan (71. Henrichs), Orbán (C), Gvardiol, Halstenberg (82. Raum) – Kampl, Laimer (82. Haidara) – Szoboszlai, Werner (71. Olmo) – Poulsen (68. Forsberg), Silva
Bank: Esser – Heintz, Janko, Osei-Tutu, Broschinski
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)
Tore: 1:0 Mašović (48.)
Torschüsse: 8 / 22
Schüsse aufs Tor: 2 / 8
expected Goals: 1,31 / 1,92
Passquote: 87% / 76%
Zweikampfquote: 56% / 44%
Ballbesitz: 44% / 34%
Laufleistung: 113,7 km / 111,4 km
Sprints: 227 / 157
Fouls: 11 / 8
Ecken: 2 / 7
Abseits: 0 / 0
Gelbe Karten: Laimer (6), Olmo (2), Kampl (7) / Masovic, Soares
Zuschauer: 24.400

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